Staat unterstützt Schutz vor Einbrechern!

Zeitungsrolle mit der Überschrift Einbruchschutz

Die Einbruchzahlen in Deutschland steigen stetig an (siehe Statistik). Nun reagiert auch die Politik auf diese Problematik, die jeden von uns betreffen könnte. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) hat 50 Millionen Euro für den Einbruchschutz im Jahr 2017 zur Verfügung stellt. Wie Sie Ihre eigenen vier Wände sicherer machen und welche Zuschüsse es dafür gibt, möchten wir Ihnen hier vorstellen.

KfW-Förderung für Einbruchschutz

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, ist die größte nationale Förderbank der Welt. Sie bietet in verschiedenen Bereichen finanzielle Unterstützung in Form von Krediten und Zuschüssen an. Eines dieser Programme ist der Einbruchschutz. Die KfW bietet Förderungen an, wenn Sie Ihr Zuhause von einem Profi einbruchssicher machen lassen.

An erster Stelle stehen mechanische Sicherungen, da hierdurch mehr als ein Drittel aller Einbrüche verhindert werden kann. Ein Dieb, der nicht schnell genug zum Ziel kommt, gibt auf, bevor er entdeckt wird. Wer seine Eigentumswohnung oder sein Wohngebäude einbruchssicherer macht, bekommt von der KfW Zuschüsse von 200 bis 1.500 Euro. Die Höhe richtet sich nach den Investitionskosten.

Voraussetzungen für die KfW-Förderung

Um in den Genuss eines Zuschusses zu kommen, sollten Sie mindestens 2.000 Euro in den Einbruchschutz investieren. Anrechnen lassen sich Material- und Handwerkerkosten. Die wichtigsten Voraussetzungen für die Förderung sind, dass Sie den Antrag vor der Umrüstung stellen und dass diese von einem Fachunternehmen des Handwerks vorgenommen wird. Die förderungsfähigen Maßnahmen reichen vom Einbau einbruchhemmender Haus- und Wohnungstüren nach mindestens DIN EN 1627 über die Installation von Nachrüstsystemen wie Zusatzschlösser für Türen und Fenster bis zum Einsatz von einbruchhemmenden Rollläden und Gittern. Weitere sinnvolle Maßnahmen, die unterstützt werden, sind Überfall- und Einbruchsmeldeanlagen wie Kamerasysteme und Panikschalter. Sie sollten eine Möglichkeit schaffen, Ihre Besucher zu sehen, bevor Sie Ihnen die Haustür öffnen. Daher umfasst das KfW-Programm auch den Einbau von Türspionen, Gegensprechanlagen und Bewegungsmeldern. Auch spezielle Beleuchtungselemente werden bezuschusst. Der Antrag für die finanzielle Unterstützung kann über das KfW-Zuschussportal gestellt werden.

Für wen es sich lohnt

Wer sein Zuhause von einem Fachmann rundum einbruchsicherer machen lassen möchte und bereit ist, dafür mindestens 2000 Euro seines eigenen Geldes zu investieren, profitiert von den Zuschüssen der KfW. Sind nur kleinere Maßnahmen geplant, greift die Förderung nicht. Ob mit Zuschuss oder ohne: Sein Zuhause und sein Eigentum vor Einbrechern zu schützen, lohnt sich in jedem Fall. Falls es doch zum Einbruch kommen sollte hilft eine gute Hausratversicherung und ggf. bei Gebäudebeschädigungen die Wohngebäudeversicherung. Ist Ihr Versicherungsschutz aktuell?

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