Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung kann als Zusatzversicherung (Berufsunfähigkeitszusatzversicherung, BUZ) zu einer Lebensversicherung oder Rentenversicherung oder als selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung (SBU) abgeschlossen werden. Abgesichert wird im Prinzip das real verfügbare Einkommen auf Nettolohnbasis, dessen Ausfall nicht ohne (hohen) finanziellen Aufwand aufgrund von Arbeitsunfähigkeit (durch Krankheit oder Unfall) zu ersetzen wäre. Neben der Haftpflichtversicherung ist die Berufsunfähigkeitsversicherung eine wesentliche Säule der finanziellen Absicherung. Denn anhand der nächsten Zeilen kann man lesen, dass die staatliche Absicherung (leider) immer geringer wurde.

Ernüchternde Leistungen der Rentenversicherung bei Berufsunfähigkeit

Im Allgemeinen wird mit dem Begriff „Berufsunfähigkeitsversicherung“ eine privatwirtschaftliche Versicherung bezeichnet; allerdings gibt es den Begriff der „Berufsunfähigkeit“ auch im Rahmen der gesetzlichen Rentenversicherung. Dieser greift jedoch nur noch für Personen, die vor dem 2. Januar 1961 geboren sind (d.h. eine immer kleiner werdende Zielgruppe), und unter definierten Voraussetzungen mit Leistungsbeschränkungen. Für die große Masse an Berufstätigen gilt ein heute noch enger begrenzter Schutz im Rahmen der Erwerbsunfähigkeit (= Erwerbsminerungsrente der gesetzliche Rentenversicherung).

Gesetzlichen Definition Erwerbsminderung:

Sozialgesetzbuch (VI) – § 43 Rente wegen Erwerbsminderung
(1) Versicherte haben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung, wenn sie

1. teilweise erwerbsgemindert sind,
2. in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und
3. vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben.

Teilweise erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein.

(2) Versicherte haben bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Anspruch auf Rente wegen voller Erwerbsminderung, wenn sie
1. voll erwerbsgemindert sind,
2. in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und
3. vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit erfüllt haben.

Voll erwerbsgemindert sind Versicherte, die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein… (weiter zum Gesetzestext)

Unabhängig der beruflichen Qualifikation kann die Gesetzliche Rentenversicherung auf einfache Hilfstätigkeiten verwiesen werden; keine Rolle spielt zudem, ob eine derartige Tätigkeit überhaupt vermittelbar ist. Liegt Vermittelbarkeit nicht vor, resultieren daraus lediglich Leistungen aus der Grundsicherung (entspricht der Sozialhilfe/Hartz IV-Niveau), Arbeitslosengeld II. Deshalb ist auch private Vorsorge für das Thema Berufsunfähigkeit so wichtig.

Die eigene Versorgungslücke können Sie hier berechnen:

Weitere Informationen & Beratung erhalten Sie hier.